Das Facebook-Problem

Das Facebook-Problem

Was ist Facebook?
Ein soziales Netzwerk stellt die Vernetzung von Menschen im Internet da. Facebook ist das bekannteste soziale Netzwerk im Internet. Es viel einfacher, als jemanden eine Mail zu schreiben, viel größer, als man persönlich erreichen kann, viel schneller, als man es überhaupt braucht. Damals wurde es ursprünglich programmiert, um eine amerikanische Universität zu vernetzen. Heute wird es von fast jedem Handy, von jedem Computer, von manchen Kameras und sogar von einigen Fernsehern unterstützt.

Wofür braucht man das?
Wenn immer man im Urlaub war, Fotos und Videos gemacht hat und sie seiner Familie und seinen Freunden zeigen („teilen“) möchte, lädt man sie einfach auf Facebook hoch. Nun kann jeder bestätigte Freund sie anschauen – bei niedrigere Sicherheitsstufe sogar jeder in Facebook registrierte.
Wenn immer man eine Frage an seine Freunde hat, kann man sie in Facebook „posten“ und bekommt meistens schon nach wenigen Minuten eine brauchbare Antwort und kann dann darüber diskutieren. Man erreicht also mit Facebook viel mehr Leute, als mit einer persönlichen Diskussion. Außerdem nimmt die Diskussion viel weniger Zeit in Anspruch, da sich sehr viele Leute gleichzeitig mitteilen können.
Hat man einen Verein oder ein Club, kann man in Facebook einfach eine Gruppe eröffnen. Wenn immer sich ein Termin ändert, jemand etwas beitragen möchte oder jemand, wie oben beschrieben, ein Foto „teilen“ möchte, bekommt gleich jedes Gruppenmitglied eine Benachrichtigung. Ein Blick auf die Webseite gewagt, kann jedes Mitglied es kommentieren oder es mit nur einen Klick gut finden („liken“).
Möchte man eine Veranstaltung für seine Freunde organisieren, musste man früher immer Einladungen schreiben, jeden persönlich darüber informieren oder lange auf eine Zusage warten. Heute geht das mit Facebook viel schneller. Eine Veranstaltung erstellt, kann man seine Freunde einladen, oder diese als eine öffentliche Veranstaltung freigeben. Auch hier bekommt jeder eine Benachrichtigung, hat einen „Ich komme“ oder „Ich komme nicht“ Button zur Auswahl und kann wieder einen Kommentar abschicken und mit anderen diskutieren und so die Party mit planen.

Wo liegt das Problem?
Offensichtlich ist Facebook also ein sehr soziales Tool, welches als Kommunikations-Unterstützung verwendet werden kann. Doch je schneller man eine Aufgabe über Facebook lösen kann, desto schneller macht man Fehler. Das Problem liegt nicht bei Facebook, denn Facebook das sicherste existierende soziale Netzwerk. Das Anwendungsproblem liegt einzig und allein beim User. Aber dieser ist auch nicht die Ursache. Die Ursache liegt eher in der Psychologie des Menschen. Denn Facebook ist viel komplizierter, wird aber als das einfachste der Welt beschrieben. Wenn sich aber jetzt ein Mensch daran versucht mit diesen Funktionen vertraut zu machen, wird ihm nur jener angezeigt, welches für ihn gerade relevant ist, denn Facebook wurde für Effektivität programmiert. Dadurch weiß der User aber nicht gleich, was er da überhaupt gerade gemacht hat. Und diese fehlende Kommunikation zwischen Computer und dem Menschen ist das Problem von Facebook. Gerade die „jüngere Generation“ ist mittlerweile mit Facebook aufgewachsen und sieht Facebook als ein Teil ihres Lebens. In dieser Zeit bleiben aber andere viel wichtigere Dinge auf der Strecke, sodass sich Kinder schon mit 12 Jahren erwachsen fühlen, aber noch nicht im Ansatz soweit sind, Facebook zu benutzen. Sie müssten von klein auf die eigentliche Kommunikation des Menschen erlernen, jedoch übernimmt dies hier Facebook.
Bei dem heutigen jugendlichen Facebook-Konsum liegt das Problem also auch bei den Eltern. Diese „ältere Generation“ brauchte diese Funktionen nicht und will sie deshalb auch nicht verstehen, da sie ihr unwichtig erscheint. Aber sollten doch die Eltern das Vorbild sein und ihren Kindern alles zeigen, was die Welt zu bieten hat – ja, auch Facebook. Diese Kommunikation fehlt aber auch komplett und so müssen Kinder sich Facebook ganz allein aneignen – ohne sich dabei irgendwelchen Konsequenzen bewusst zu sein.

Wie kann man es lösen?
Da Facebook einfach zu groß ist, um eine kurze verständliche Anleitung zu schreiben, da der Computer auch eher ein „Learning by doing“-Tool ist, ist es wichtig, dass gerade die ältere Generation Facebook aufnimmt. Man muss all diese Funktionen ja nicht nutzen, doch kann Facebook genau soviel, dass für jeden etwas dabei ist. So muss man ja nicht gleich „sein Leben posten“ oder ein öffentliches Tagebuch führen, aber doch mit alten Freunden in Kontakt bleiben. Die Nutzung könnte zum Beispiel durch eine Anleitung vereinfacht werden. Auch sollten Eltern ihren Kindern Facebook erklären, wobei hier davon ausgegangen wird, dass sowohl Eltern, als auch Kinder sich mit Computer und Internet auskennen müssen.
Leider hilft die Einstellung der Eltern: „ich habe es nie gebraucht und werde es nie brauchen“ leider nicht, denn selbst wenn die Eltern es nicht akzeptieren, werden die Kinder doch irgendwann an Facebook und das Internet gelangen. Eltern haben meist keine Chance ihren Kinder das Internet zu verbieten, da sie es selbst nicht kennen. Internet ist immer und überall. Man braucht es nicht zu nutzen, doch man muss es kennenlernen, denn irgendwann wird das Internet im Mittelpunkt des Menschen stehen. Klar nimmt dies viel Zeit in Anspruch, doch man kann es mit einem Fernseher vergleichen: das Internet mit Facebook, Google und Co. ist wie ein interaktiver Fernseher, und der Fernseher war ein Meilenstein in der Geschichte der Kommunikation.

von Fabian Unnewehr

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